Anbau WehntalerstrasseZürichlaufendThema:AdaptionGrösse:sNutzung:WohnenStatus:laufendAuftragsart:DirektauftragFläche:114 m2Bauherrschaft:privatProjekt-Team:Andreas Haug, Claudia Jeltsch,Vanessa Looser, Julia Riebel Fotos: Pascal Consiglio, baubüro in situ Ressourcenschonende Nachverdichtung mit minimalem CO₂-Fussabdruck: Die Doppeleinfamilienhaushälfte aus den 1920er-Jahren in Zürich-Nord wird durch einen Anbau erweitert und an heutige Wohnbedürfnisse angepasst. Im Zentrum stehen Ressourcenschonung, Suffizienz und die enge Zusammenarbeit mit Eigentümer- und Bewohnerschaft. Die Eingriffe in den Bestand bleiben minimal. Der zweigeschossige Holzelementbau setzt auf Strohballendämmung, Lehmputz, wiederverwendete Fenster und weitere Bauteile, sowie einen konsequenten Verzicht auf neuen Beton. Die Lastabtragung erfolgt über den Bestand; Fundamente werden mit wiederverwendeten Betonelementen erstellt. Auf eine Betonbodenplatte wird verzichtet zugunsten eines Bodenaufbaus aus Schotter und Lehm. Mit rund 3,9 kg CO₂-eq/m²a unterschreitet der Anbau die ambitionierten Zielwerte der SIA 390/1 deutlich und reduziert die Erstellungsemissionen gegenüber dem Schweizer Durchschnitt um rund zwei Drittel. Im Vergleich zu einem kompletten Ersatzneubau lassen sich sogar über 95 % der Erstellungsemissionen vermeiden. Der rückspringende Anbau bewahrt den Charakter des Hauses, schafft zusätzlichen Wohnraum für mehrere Personen und ermöglicht dichtes, bezahlbares Wohnen mit grosszügigen Gemeinschaftsflächen. Ein essbarer Waldgarten, Photovoltaik und Regenwassernutzung ergänzen das nachhaltige Gesamtkonzept.